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Bewegungslabor ESK 2016 | Pink Mama Theatre

Bewegungslabor ESK 2016 – Sollen Künstler (NICHT) zugrunde gehen. Exchange 

Aufführung in Wrocław: 28. Mai 2016
19.00 Uhr
Ort: Zentrum Künstlerischer Initiativen 

Pink Mama Theatre
Darsteller :Sławek Bendrat
Dramaturgie: Dominik Krawiecki
Solo - La Femme De Service

Das Schaffen von Tadeusz Kantor hat mich sehr stark geprägt und zwar bereits vor 15 Jahren, als ich zum ersten Mal die Aufnahmen des Theaters Cricot 2 gesehen habe. Mich hat diese eigentümliche Wirklichkeit verzaubert, die nach eigenen Rechten zu funktionieren scheint. Die traumartige, aus Sequenzen irrealer Bilder aufgebaute  Stimmung machte mir bewusst, dass Kunst keine Grenzen kennt.

In meiner künstlerischen Tätigkeit versuche ich jedes Mal einen gemeinsamen Code zu finden, den alle Darsteller zur Kommunikation auf der Bühne  verwenden können. Die Bewegungssprache meiner Spektakel ist die Konsequenz der Faszination durch Kantors Stücke. Die Soloarbeit, die ich realisieren möchte, ist an die Problematik im Kantors Werk angelehnt, dem Spektakel „Umarła Klasa” (Tote Klasse), in dem die Protagonisten zu ihrer Kindheit zurückkehren, um erneut Bilder zu sehen, die ein Wirrwarr im Kopf verursachen.
Bei meiner Kreation hat mich eine Gestalt aus Kantors Stück inspiriert. Bei dem Autor ist sie eine Art Intermezzo zwischen den Szenen. Ihre Aufgabe ist, Ordnung einzuführen und die Bühne für ankommende Ereignisse vorzubereiten. Ich habe beschlossen, mich auf die Geschichte dieser einen Gestalt zu konzentrieren.
Wir sehen die Welt von la femme de service. Es ist ein Haus oder Schloss, verstaubt und voller Erinnerungen. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein, aber sie, la femme de service, bleibt auf dem Posten. Nach der Toten Klasse sind nur noch Spuren, Fragmente, Körperteile übrig geblieben. Sie findet einen vom Körper getrennten Kopf und Kinderspielzeug. Sie versucht sie wieder zu beleben. Erfolglos. Scheinbar sind alle Schülerseelen weit weg gegangen und nur ihre Seele bleibt zu Hause hängen, kann sich von den Erinnerungen nicht befreien.
Aufführung: 29.05.2016

Pink Mama Theatre
Performance ,,Zielonooki” (Grünäugig)
Choreografie: Sławek Bendrat
Regie: Dominik Krawiecki
Darsteller: Valentin Markus Oppermann / Schweiz/
Musik: C. Debusssy ,,La apresmidi de faun”

Valentin Markus Oppermann, geboren und groß gezogen in Elsaß, studierte Ballett bei John Cranko in Stuttgart und in Mannheim, Codarts sowie Rotterdam. 2014 Beschäftigung am Konzert Theater Bern in der Schweiz. Seit 2015 fest verbunden mit dem Kollektiv Pink Mama Theatre.

 

Performance   ja_ gruby (ich_Dicker)

Darsteller: Piotr Mateusz Wach

 

Piotr  Mateusz  Wach– Schauspieler, Tänzer, Performer, Absolvent der Staatlichen Theaterhochschule in Krakau, der Tanzfakultät in Bytom und des Krakauer Lart Studios. Gewinner der Goldenen Maske in Kategorie: Choreografie – des renommierten Theaterpreises, der vom Vorsitzende der Woiwodschaft Schlesien ausgelobt wird. Polnischer Repräsentant bei dem Wettbewerb SoloDuo 2015 in Budapest. Er ist 25 Jahre alt und stammt aus Kielce.  2013 tanzte er für das Tanzdiplom Transdyptyk in der Regie von Anna Piotrowska und spielte auch die Hauptrolle im Diplomspektakel Jak wam się podoba (Wie es Euch gefällt) in der Regie von Brian Michaels.  Er arbeitet mit dem deutsch-polnischen Kollektiv little:interference zusammen, mit dem er die Spektakel: Heimsuchung/Nawiedzenie (2012), Operculum (2013) und Jetzt|Teraz (2014) mitgestaltet hat. Assistent des Regisseurs Błażej Peszek im Diplomspektakel Superbohaterowie (Superhelden)10/9 (2015).

      Derzeit ist er mit dem Ausbau seiner Solokarriere beschäftigt. In den letzten drei Jahren hat er das Körpertriptychon geschaffen: drei Soloaufführungen/Performances, in denen er das Thema der Ikonisierung des Körpers im Kultur- und Gesellschaftskontext aufgreift. Der letzte Teil des Triptychons heißt Frühlingsfest und entstand in Kooperation mit der isländischen Künstlerin Helena Jonsdottir (2015). Das Stück Richard. Körper aus Zorn – Premiere fand während des 19. Shakespeare-Festivals in Gdańsk statt, wurde mit dem Goldener Pokal-Preis für eine Aufführung im OFF-Trend des 19. Shakespeare-Festivals in Gdańsk ausgezeichnet. Der Künstler ist aktiver Performer. Seine größten Errungenschaften sind: shaved.01 – präsentiert an der Kunstakademie München (2012) und Horse Riding in Kooperation mit Jozef Fruck (2013). Die im Februar 2014 gezeigte Performance ja_gruby (ich_Dicker) über den Kanon und Ideale der gegenwärtigen Schönheit wurde bemerkt und anerkannt und seine Präsentation beim Festival Pro_Contra in Szczecin hat heftige Diskussionen über Körperbilder hervorgerufen.

 

Das Programm wird u.a. in Kooperation mit ESK 2016, dem Musik- und Tanzinstitut, dem Kulturamt von Wrocław umgesetzt.
Kurator des Bewegungslabors ESK 2016 – Adam Kamiński 
Kuratoren-Projektteam: Sollen Künstler (NICHT) zugrunde gehen. Exchange – Anna Królica, Roma Hurey, Adam Kamiński

Schirmherrschaft: Österreichisches Kulturforum, Musik- Und Tanzinstitut

Galerie

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