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Elżbieta Jabłońska / Ich liebe

"Anbetung von Ołbin" ist eine bestimmte Art von Beobachtung von zehn benachbarten Höfen, die in der ersten Hälfte Juli 2015 stattgefunden hat. Es war ein stundenlanges Sein und Verbleiben in einem bestimmten Raum, eine sorgfältige Beobachtung der Hinterhöfe. Die Hoflandschaft wurde in konkrete Dinge übersetzt: Zahlen, Objekte, Fakten. Die Präsentation in Wort und Zahl beeinflusst unsere Phantasie, erweitert unsere Wahrnehmung, überrascht und legt die Materie bloß.

  

Auf den Hinterhöfen haben wird eine erhebliche Menge von Inschriften auf den Wänden mit einem Anti-Polizei-, Anti-System-, abstrakten Charakter, aber auch eine Menge mit einem philosophischen oder Liebesunterton entdeckt. Und es sind gerade die letzteren, die zur Inspiration für die Platzierung eines Objekts in einem der Innenhöfe wurde, dessen wesentliche Aufgabe die Nützlichkeit ist. Das Wort "ich liebe", das so oft im Stadtraum als eine Art Manifestation von Gefühlen fungiert, hat hier die Form einer beleuchteten Bank angenommen. Dies schafft einen Punkt im gemeinsamen Raum, der nicht nur durch sein Design, sondern vor allem den Inhalt eine Chance hat,  mindestens für einen Moment im Bewusstsein der Bewohner zu existieren.

Elżbieta Jabłońska beschäftigt mit der Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Installation und Performance-Kunst. Die Arbeiten von Elżbieta Jabłońska werden von Kritikern oft als postfeministisch bezeichnet. Sie hilft einfach das zu bemerken, was in der Regel unsichtbar, verborgen, in der Gesellschaft schwer zu akzeptieren ist.


Ort: Hinterhof zwischen den StraßenJedności Narodowej, Żeromskiego i Daszyńskiego

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