Bemerkung melden

Tanz Company Gervasi

Aufführung im Rahmen des Bewegungslabors ESK 2016 – Sollen Künstler (NICHT) zugrunde gehen. Exchange 


TANZ COMPANY GERVASI
,,What kind of Animal is?”
Choreografie: Elio Gervasi
Choreografieassistent: Nicoletta Cabassi
Tanz/Choreografie: Yukie Koji, Hannah Timbrell, Alessandra Ruggeri, Yun Yeh, Dominik Feistmantl 
Musik/Komposition: Albert Castello
Licht Design: Markus Schwarz
Management: Roma Hurey

Datum : 29.05.2016

19.00 Uhr
Ort: Nationales Musikforum/Roter Saal
Plac Wolności 1, Wroclaw
Weltpremiere: Dezember 2015, Koproduktion mit Tanzquartier Wien

Die Suche nach Assoziationen zwischen dem Menschen und dem Tier war schon immer Gegenstand humaner Beobachtungen. Wir sind erleichtert und nicht alleine mit unserem Verhalten. Tanz Company Gervasi zeichnet soziale Mikroprozesse, Formen der Beziehungen, Bande, Einsamkeit und gegenseitige Wahrnehmung, Formen der Kontakte, des Anfassens, Rituale. Gruppen entstehen so schnell, wie sie auseinanderfallen. Ihre Rituale verändern sich permanent. Outsider ziehen sich zurück und entwickeln auch kurzfristige Einsamkeitsrituale. Gruppe gewährt Schutz, Körperpflege und emotionale Nähe. So wird sie der Familie oder dem Kollektiv ähnlich. Eine Person, die zum Outsider wird, verletzt ihre Rituale durch Emotionen. Sie überschreitet eigene Grenzen. Wenn erneut in die Gruppe aufgenommen, transformiert sie diese. Immer wieder hat man die Assoziation mit der Tierwelt, eine Tiergruppe, die zusammenrückt, Vorahnung eines Kampfs ums Revier oder Spiel. Gervasi beobachtet diese Muster in unserer industriellen Gesellschaft, interpretiert sie, überspitzt, kumuliert und befreit, gleichzeitig aus dem Model des Miteinanders schöpfend, das Quelle seiner Inspiration war – dem japanischen Videofilm: „insane swimmingpools”, der tausende im riesigen Schwimmbad versammelte Menschen zeigt, das durch die Animation einer künstlichen 1m-hohen Welle versinnbildlicht wird.

www.gervasi.at

 

Das Programm wird u.a. in Kooperation mit ESK 2016, dem Musik- und Tanzinstitut, dem Kulturamt von Wrocław umgesetzt.
Kurator des Bewegungslabors ESK 2016 – Adam Kamiński 
Kuratoren-Projektteam: Sollen Künstler (NICHT) zugrunde gehen. Exchange – Anna Królica, Roma Hurey, Adam Kamiński
Mitveranstalter:  Nationales Musikforum


Die Theatervorführung ist u.a. durch die finanzielle Unterstützung von INTPA - INTERNATIONAL NET FOR DANCE AND PERFORMANCE AUSTRIA - Tanzquartier Wien und  BKA und  BMEIA möglich.  


Tanz Company Gervasi/ Elio Gervasi / Austria
Tanz Company Gervasi entstand 1987 in Wien. Der Gründer, Elio Gervasi, studierte klassischen Tanz in Rom, modernen Tanz bei Peter Goss, Merce Cunningham, José Limon, Louis Falco, Susanne Linke, zudem Contemporary Dance, Contact Improvisation und Release Technique. In den 28 Jahren des Bestehens entstanden über 50 Produktionen, die bei zahlreichen Festivals in Österreich und im Ausland gezeigt wurden. Gervasi erhielt mehrere Auszeichnungen von der Kultur- und Kunstsektion des Bundeskanzleramtes und auch den Österreichischen Preis für Produktionen des Gegenwartstanzes 2003.
Gervasi arbeitete als Gastchoreograf mit P.L.Dance Company, der Bühnenwerkstatt Company Graz, dem Saarländischen Staatstheater, dem Staatsopernballett im Rahmen der Reihe „Off Ballet“ und der Ballettschule der Wiener Oper zusammen. Zweimal leitete er Choreografie der Produktionen des Gegenwartstanzes für die Sommersaison im Museumsquartier Wien. Im Rahmen des Mozart-Jahres entstand die Koproduktion Gervasi und Tanzquartier Wien Fazil Say (LiveMusik). In den Jahren 2011-2015 präsentierte er seine Werke bei Im Puls Tanz Special und Im PulsTanz Festival. Im Dezember 2015 fand die Uraufführung der Koproduktion mit Tanzquartier Wien „What kind of Animals is?” statt. Das Spektakel wird nun als Projekt in Wrocław gezeigt.
Elio Gervasi ist auch Ratsmitglied in der Sektion Theater und Kunst des Bundeskanzleramtes.
"What kind of animal?" ist eine choreografische Arbeit, bei der die Grenzen zwischen modernem Tanz, Performance und Konzeptualkunst verwischt sind, ähnlich wie Klischees, die mit einem Tier im Menschen assoziiert werden. Aristoteles meinte "Der Mensch ist ein soziales Tier?". Hat dieses Axiom seine Aktualität bewahrt? Gervasi betrachtet das mit (Aauto) Ironie und greift in seinem Werk nach Traditionen der Avantgarde, des Surrealismus und Dadaismus.  

Galerie

Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik zu vergrößern

Teilen

Überschrift


Email marketing software powered by FreshMail